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Ein VW Bulli T1 geht auf Reisen

Es ist Viertel nach 8 in einem Städtchen an der portugiesischen Algarve. João steht im Blaumann in seiner Werkstatt und nippt an seinem Kaffee – Motoröl an den Händen, die braunen Locken kleben in seiner Stirn. João liebt seinen Job und hat einen ganz besonderen Auftrag: Für das Autohaus Vögler macht er aus einem brasilianischen VW Bulli T1 mit Blessuren einen schicken Oldtimer.

Einfacher Bulli oder exklusiver Samba – alles, was das Herz begehrt.

Gar nicht so leicht, an einen VW Bulli ranzukommen – vor allem, wenn man ganz genaue Vorstellungen hat und das Gefährt der Träume irgendwo auf einem fernen Kontinent steht. Jan Vögler, Chef des Autohauses in Zell, hatte Anfang 2016 den Plan: Ein original VW Bulli T1 muss her, klassisch schön mit dem besonderen Oldtimer-Charme. „Gerade in Brasilien gibt es jede Menge von der Sorte“, weiß Vögler. „Als einfacher Bus oder als exklusiver Samba – alles, was das Herz begehrt.“ Vom Odenwald aus lies er von einem Oldtimer-Agenten mitten im brasilianischen Regenwald seinen Bulli T1 aufstöbern: Baujahr 1975, 42 PS, beige-grau. Der soll es sein. „Klar habe ich den von meinem Partner vor Ort genau prüfen lassen: Läuft der Motor rund? Sind die Teile original? Stimmt die Optik“, erzählt Vögler. „Auf die Entfernung ist das natürlich immer ein Risiko. Einfach mal Zehntausende Euro nach Brasilien überweisen – da hatte ich schon ein mulmiges Gefühl.“

Bis alle Papiere für den Zoll da waren und die Logistik lief, vergingen einige Wochen „Fast täglich waren mein Agent und ich im Austausch“. Endlich war er da, der große Tag: Am 7. November 2016 fuhr der „Bulli Brasiliero“ auf die Rampe des Containerschiffs und ging auf große Fahrt. Von Santos an der Ostküste Brasiliens bis nach Lissabon in Portugal.

Brasilianisches Temperament mit deutscher Gründlichkeit

Und nun steht der Bulli in Joãos Werkstatt an der Algarve – mitten zwischen ausgebauten Antriebswellen und Stoßdämpfern, der Geruch von Lack und gegrilltem Fisch liegt schwer in der Luft. So ganz ohne Reifen, aufgebockt und ausgeschlachtet sieht der Bus ziemlich nackt aus. „Ich hatte ganz genaue Vorstellungen. Aber so einen T1, wie ich ihn mir gewünscht habe, gab es in Brasilien einfach nicht“, erzählt Jan Vögler. „Also haben wir kurzer Hand entschieden: Wir bauen uns einen.“ Portugal ist dafür der ideale Standort. Jahr für Jahr restaurieren hier findige Mechaniker mit viel Liebe zum Detail hunderte Klassiker aus Übersee. João ist einer von ihnen. „Er war ein echter Glücksgriff“, erzählt Jan Vögler. „Sofort haben wir uns blendend verstanden, und ich habe gleich gemerkt: Der weiß, was er tut.“ João möbelt den Bulli T1 nicht einfach auf. Er sucht akribisch nach den besten Teilen, schraubt, lackiert und poliert. Und – ganz wichtig – er rüstet die Fahrzeuge für den deutschen Markt um. Es gibt nämlich Dinge, auf die man in Brasilien schlicht weniger Wert legt: richtige Beleuchtung, zum Beispiel, ein E-Prüfzeichen, Warnblinker oder eine Heizung. „Uns ist wichtig: Der Bulli muss allen Standards hier entsprechen, und die Teile müssen Original sein“, erklärt Vögler.

Restauration im Live-Stream

In den drei Monaten auf dem Bock wird der T1 in Joãos Werkstatt jeden Tag ein bisschen kompletter. Und täglich klingelt das Handy bei Jan im Odenwald. João schickt Bilder jedes einzelnen Schritts. Der Autohändler aus dem Odenwald kann so die Restauration gebannt live mitverfolgen. „Zwischen uns ist eine richtige Freundschaft entstanden“, erzählt Vögler. „Wir legen beide sehr viel Wert auf Qualität. Das eint uns.“ Einen ganzen Winter war der Bulli in Behandlung, herausgekommen ist ein Klassiker, der sich sehen lassen kann. Die T1-Restauration war ein voller Erfolg. Mittlerweile arbeitet João exklusiv für das Autohaus Vögler und repariert Klassiker aus Südamerika. Nach den groben Arbeiten schickt er sie weiter – den Feinschliff übernehmen die Mechaniker im Odenwald höchstpersönlich.

Die Entstehung unseres Bullis in Bildern:

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